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Ich
haben die Aussagen der Befürworter des Energieparks einer
kritischen Analyse unterzogen und möchten für den Wähler
hier einige Fragen stellen.
Es wird mit hohen Renditen von 6 – 10 % argumentiert, die mit
Bioenergie erzielbar sind. Diese Renditen sind aber mit unternehmerisch
nicht beeinflussbaren Risiken verbunden. Für die Renditeprognose
wird das Aufkommen an Wind und Sonne zu den derzeit herrschenden
klimatischen Bedingungen auf 20 Jahre geplant. Treten die Prognosen
für diese beiden erfolgskritischen Faktoren nicht ein, sind 6-10 %
nicht realisierbar. Erst im Jahr 2030 wird Biostrom preisgünstiger
als konventionell Strom sein. Die Bioenergie soll von kommunalen
Energieversorgungsunternehmen (kEVU) vermarktet werden. Werden die
Saerbecker die Menge teurer Bioenergie kaufen, die erforderlich ist um
ein wirtschaftlich erfolgreiches kEVU zu etablieren ? Werden EON, RWE
und Co. dies widerstandslos hinnehmen ? Wie wird das kEVU
reagieren, wenn die großen EVU über einen „grünen
Tarif“ preisgünstiger anbieten ? Ist der Energiepark also
wirklich eine sichere Investition ?
Ein weiteres Argument ist die Versorgungssicherheit, die CDU spricht
sogar von Energieautarkie. Die Energieimportquote Deutschlands
beträgt etwa 60 %. Die deutsche Energieversorgung ist aber nicht
von einem einzeln Energieträger oder einem einzelnem Staat
abhängig. Darüber hinaus gibt es für akute
internationale Versorgungskrisen eine ausreichende Bevorratung an
Kohle, Öl und Gas. Eine strukturelle Versorgungskrise kann nur
entstehen, wenn weltweit, dauerhaft nicht ausreichend
Primärenergieträger zur Verfügung stehen. Kann der
Energiepark die Folgen einer geostrategischen Versorgungskrise auf
Saerbeck verhindern ? Und zu welchen Kosten ?
Die CO2 Emissionen müssen drastisch gesenkt werden. Dazu sollten
alle technisch und wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen ergriffen
werden. Die PV-Anlagen gehören auf die Dächer und die
BHKW´s in die Keller der Hauseigentümer. So entstehen viele
ökologisch und wirtschaftlich autarken Energieinsel. Braucht
Saerbeck wirkliche einen Bioenergiepark in der geplanten Form ?
Dominik Kramer
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