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Bei aller Euphorie, Herr Roos hat viele, vor allem kaufmännische, Fragen offen gelassen. Deutlich wurde nur: hier agiert die öffentliche Hand und kein Unternehmer. Kaufmännische Eckdaten für das Projekt wie Finanzierungsvolumen, Eigenkapital- und Fremdkapitalquote, Finanzierungskosten, Umsatz und Ertragsplanung wurden nicht mal erwähnt. Lediglich eine Rendite von 6 – 8 % wurde nebulös in den Raum gestellt. Wie die erzielt werden soll ? Fehlanzeige ! Die Frage aus dem Auditorium ob den ein „Genosse“ sein Geld auch zurück bekommen könnte wurde schwammig beantwortet. Wie steht es denn nun um Kündigungsfrist und Kapitalrückerstattung; wird es eine Rendite- und Kapitalgarantie geben ? Eine Wirtschaftgenossenschaft ist juristische Person, und nimmt sie am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr teil, wird sie als Gewerbebetrieb qualifiziert. Sie unterliegt der Körperschafts- und der Gewerbesteuer. Wie wirkt sich Steuerbelastung von gut 35 % auf die Rendite aus ? Durch die Einbindung der Photovoltaik e.G. in die Gesamtplanung platziert die Gemeinde mittelbar eine Energieanleihe beim Bürger. Der Bioenergiepark ist aber ein politisch motiviertes Prestigeprojekt. Würde die Macht der Mitgliederversammlung ausreichen eine Geschäftspolitik durchzusetzen, die dem Interesse des Vorstandes und damit der Gemeinde entgegensteht ? Reichen die Kontrollrechte des Aufsichtsrates aus politisch motivierte Fehlentscheidungen des Vorstandes rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern ? Auch die FDP in Saerbeck hat sich Gedanken darüber gemacht, in welchem institutionellen Rahmen die Klimaziele Saerbecks erreicht werden können. Unter www.bioenergie-gbr.de stellen ich ein bewährtes, alternatives Konzept vor, das nicht mit diesen institutionellen und steuerrechtlichen Schwächen der geplanten Genossenschaft behaftet ist.

Dominik Kramer



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