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Der Bau einer Heizzentrale für die öffentlichen Gebäude ist eine sinnvolle Maßnahme. Die Gemeinde wird fossile durch regenerative Energieträger ersetzten und die erzeugte Wärme zur Deckung des Eigenbedarfs verwenden. Die geplante Einbindung der Kirche und Nebengebäude mit dem gegenläufigen Wärmebedarf ist clever. Das Vorziehen notwendiger Investitionen, die Heizungen in einigen Gebäuden werden in den nächsten Jahren ersetzt werden müssen, liegt in der Absicht des Konjunkturprogramms II. Soweit so gut.
Ob mit mehrere einzelnen Blockheizkraftwerken für das Klima mehr erreicht werden könnte bleibt offen. Auch die Heizzentrale ist nicht der Weißheit letzter Schluss. Ein großes Blockheizkraftwerk bleibt optional möglich. Warum wird es nicht jetzt gebaut und zunächst mit Erdgas betrieben, später dann mit Biogas ? Was die Kosten angeht ist nur zu wünschen, das die Planungsspezialisten der Gemeinde diesmal etwas mehr Sorgfalt walten lassen, als bei der Planung der Kita Kaleidoskop.
Nach Auffassung des Herrn Roos ist die repräsentative Darstellung einer  Heizung  von so großer erzieherischer und informatorischer Bedeutung, das eine Glasfassade her muss. Und dann stehen da noch einige Bäume im Weg. Stellen die Bäume für Herrn Roos einen vernachlässigbaren Kollateralschaden im Kampf um die Rettung des Weltklimas dar ? Ist die Umweltpädagogik eine Glasfassade wert, obwohl die kein Gramm CO2-Ersparniss bringt ?
Die Kosten der Gemeinde für den Umbau betragen 17.500 €. Der Rest regnet aus einem Zuschusstopf, der auch aus Steuermitteln gefüllt werden musste. Öffentlichen Mittel sollten grundsätzlich sparsamst verwendet werden. Für überflüssige Glasfassaden ist da kein Platz. Das interessiert Herrn Roos scheinbar alles nicht, wenn er sich nur bei der feierlich inszenierten Einweihung  im warmen Blitzlicht der Medien sonnen kann.
 

Dominik Kramer



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